Jugendspielbetrieb • Erläuterungen

Für den Jugendspielbetrieb gelten bestimmte Sonderregelungen.
Diese werden von den verschiedenen Ebenen (Kreis, Verband, DHB) vorgegeben und sind für den Saisonspielbetrieb verbindlich.

•  Durchführungsbestimmungen
•  Wettspielstruktur

Zusätzlich zu den oben verlinkten Begriffen gibt es untenstehend weitere Erläuterungen.
So ist z.B. unter dem Punkt Wettspielstruktur auch der Begriff  "RTK Rahmentrainingskonzeption 2005" zu finden.

Desweiteren hier der Link zur:  DHB-Jugend-Konzeption 2005-2008

Durchführungsbestimmungen für den Jugendspielbetrieb im Landesverband

Durchführungsbestimmungen für den Jugendspielbetrieb im Landesverband


Für den Mini-, den E-Jugend-, den D-Jugend- und den C-Jugend-Bereich gibt es verbindliche Spielvorgaben bzw. Durchführungsbestimmungen für den Spielbetrieb (Fassung vom 01.07.07).

Die meisten Gebote (z.B. die Verpflichtung, im Mini- und E-Jugend-Bereich Manndeckung zu spielen) und Verbote ( z.B. eine 4:0+2-Abwehr im Bereich der D- und C-Jugend ) gibt es insbesondere im Bereich der  Abwehrspielweise.
So gilt für alle Altersstufen:
"Die offensive Abwehrgrundaufstellung ist bei Anwurf und Abwurf sofort, bei allen anderen formellen Würfen (Freiwurf, Einwurf, 7m-Wurf) unmittelbar nach Ausführung des Wurfes einzunehmen.
In die Nahwurfzone einlaufende Spieler dürfen natürlich begleitet werden."

Desweiteren gilt ein SpielerInnenauswechselverbot während der Abwehrphase
(dies bedeutet: kein Spezialistenwechsel).
Aus- bzw. einwechseln werden darf also nur die Mannschaft, die sich gerade im Ballbesitz befindet.

Einheitliche Wettspielstruktur + Rahmentrainingskonzeption (RTK) für den Kinder- und Jugendhandball (Vorgaben des DHB)

Einheitliche Wettspielstruktur + Rahmentrainingskonzeption (RTK) für den Kinder- und Jugendhandball (Vorgaben des DHB)


Einheitliche WETTSPIELSTRUKTUR + RAHMENTRAININGSKONZEPTION (RTK) für den Kinder- und Jugendhandball  (Vorgaben des DHB)

Was bedeutet Wettspielstruktur ?

Seit der Saison 2003/2004 gibt es nun eine bundesweit einheitliche Wettspielstruktur, welche die erlaubten bzw. verbotenen Abwehrsysteme für jede Altersklasse vorgibt. Man könnte auch von einem bundesweit einheitlichen Wettspielsystem sprechen.

Was bedeutet "Rahmentrainingskonzeption" ?

Der DHB überarbeitet seine Rahmentrainingskonzeption (RTK) für den Kinder- und Jugendhandball in regelmäßigen Abständen, um sich den Entwicklungen im internationalen Leistungshandball anzupassen.
In dieser RTK werden für alle Entwicklungs- bzw. Altersstufen genau definierte Trainingsinhalte formuliert.  Für jede Altersstufe werden z.B. bestimmte Abwehrspielweisen vorgegeben und damit sind auch gleichzeitig die Inhalte der Angriffsschulung festgelegt.
Zur Zeit gilt die RTK 2005-2008. 

Warum gibt es eine "Rahmentrainingskonzeption" und eine "Einheitliche Wettspielstruktur" ?

Leider hatte sich im Vereinstraining der Basis - also bei den Jüngsten - gezeigt, dass die Umsetzung dieser gewünschten bzw. als für optimal befundenen Schulungsinhalte unzureichend war.
Offenbar waren vorgegebene Inhalte und entsprechende Trainerfortbildungen (orientiert an der RTK) allein nicht ausreichend, um die Auffassungen der TrainerInnen in Richtung einer Änderung der Trainingsinhalte zugunsten offensiver Abwehrspielweisen zu bewirken. Das Wettspielverhalten änderte sich nur bei einigen, wenigen Mannschaften.

Was bewirkt eine "Einheitliche Wettspielstruktur" ?

Schulung, Training und Wettspiel müssen einheitlich strukturiert sein.
Ist dies der Fall, bestimmt eine vorgegebene Wettspielstruktur letztlich doch die Inhalte / Schwerpunkte des Spielens und Übens im Training. Denn nur dann ist ein erfolgreiches Mithalten im Spiel- und Meisterschaftsbetrieb möglich.
Seit der Saison 2003/2004 gibt es nun eine bundesweit einheitliche Wettspielstruktur, welche die erlaubten bzw. verbotenen Abwehrsysteme für jede Altersklasse vorgibt. Hiermit soll eine offensiv ausgerichtete Abwehrspielweise im gesamten DHB-Bereich bewirkt werden.

Was sind "Durchführungsbestimmungen" ?

Um die Einhaltung dieser Wettspielstruktur zu gewährleisten und im Spielbetrieb zu praktizieren, haben die einzelnen Landesverbände verbindliche Durchführungsbestimmungen erlassen.
Die derzeit geltende Fassung gilt seit dem 01.07.07. und weicht in einem Punkt von der DHB-Wettkampfstruktur ab: im HVW ist (leider) auch die 4:2-Abwehrspielweise zugelassen.


Fazit :

Mit dieser Vereinheitlichung des Wettspielsystems, in dem die Leitlinie des attraktiven, offensiven Abwehrspiels verbindlich für alle umgesetzt wird, hat der Handball in Deutschland zukünftig die Chance, den Erfolg im Spitzenhandball mit einem zeitgemäßen Wettspielsystem für den Kinder- und Jugendhandball zu sichern.

Parallel dazu wurde die Jugend-Konzeption 2005-2008 entwickelt, um auch dem gesellschaftlichen Wandel gerecht werden zu können.